Balkonkraftwerk

10. August 2020

Balkon-, Terassen-, oder auch Guerillakraftwerke sind Kleinstphotovoltaikanlagen zur Stromerzeugung. Die maximal erlaubte Leistung liegt bei 600W, was ungefähr einem Strom von 2,6 A entspricht. Diese Anlagen werden normalerweise auf dem Balkon, an dessen äußerer Brüstung oder ggf. auch auf einem Gargendach angebracht. Natürlich kann man die Anlage auch in den Garten stellen.

Was ist der Sinn dieser Kleinstanlagen?

In jedem Haushalt laufen permanent Kühlschränke und Kleinstgeräte, die permanent Strom konsumieren, oder Elektrogeräte im Standby Betrieb (Fernseher, Stereoanlage, Computer, Drucker usw.). Jedes Gerät für sich verbraucht relativ wenig Strom, in Summe kommen aber einige Watt zusammen, die „unnütz“ verbraucht werden. Das belastet die Umwelt und die Geldbörse.

Obgleich neue Geräte nach den Vorschriften gewisse Grenzwerte beim (Stand By) Verbrauch einhalten müssen, kommt immer noch ein erkleckliches Sümmchen zusammen. So konsumieren z.B. WLAN-Router, Netzteile für mobile Haustelefone, Ladegeräte für Smartphones usw. durchaus bis zu 20W. Das hört sich wenig an, rechnet man allerdings die Stromkosten hoch, so kostet das pro Gerät bei permanenter Verbindung zum Netz (lt. Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz), bei einem Strompreis von 0,28€ und rund 36 kWh, ca. 10€ pro Jahr. Und nicht jeder tauscht regelmäßig funktionierende Elektrogeräte aus, die nicht mehr dem neuesten Energiestandard entsprechen.

Der Sinn einer Kleinstanlage ist es also, tagsüber soviele diese Stromfresser wie möglich zu befriedigen. Natürlich können gerade tagsüber, bei Sonnenschein, Überschüsse bei Stromerzeugung anfallen, die man durch geschickte Planung von Betriebszeiten z.B. der Waschmaschine, der Spülmaschine oder schlicht durch die zeitliche Verlagerung des Bügelns, aufbrauchen kann.  

Jede damit erzeugte Kilowattstunde ist bares Geld und der Ertrag der Investition höher, als auf jedem Sparbuch.

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